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News
24.07.2020

// Private Equity: Geld mit Geduld

Ein Unternehmen, das wachsen und sich entwickeln will, braucht dafür meistens eins: Geld von außen. Die klassischen Wege sind Bankdarlehen, der Gang an die Börse – oder die außerbörsliche Veräußerung von Firmenanteilen an Investoren. Handelt es sich um junge Unternehmen mit großen Chancen, aber auch großen Risiken, spricht man von Venture Capital oder Risikokapital.

Aber auch für bereits etablierte Firmen ist privates Beteiligungskapital immer öfter eine Option. Meist handelt es sich dabei um mittelständische Unternehmen, zum Teil aber auch um Konzerne: Private Equity hat in den zurückliegenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Besonders Schweden wartet mit beachtlichen Akteuren im Segment der privaten Beteiligungen auf.


Fernsehformate wie „Die Höhle der Löwen“ haben das Thema Venture Capital populär gemacht. Gespannt verfolgen die Zuschauer mit, wie Jungunternehmer clevere Konzepte vorstellen, mit denen sie ganz groß rauskommen wollen. Doch während es beim Venture Capital meist um Minderheitsbeteiligungen geht – investiert wird, um die Gründer bei der Realisierung eines spannenden Projektes zu unterstützen, in der Spekulation auf großes Wachstum – geht es beim Private Equity um bereits erfolgreiche Firmen, die in der Regel ganz oder mindestens mehrheitlich verkauft werden. Das Geld geht also in der Regel nicht in die Firma, sondern an den Vorbesitzer.

Langfristiges Investment
Entscheidend bei dieser Anlageform ist der vergleichsweise lange Zeithorizont. Während man Aktien jederzeit wieder veräußern kann, sind Private Equity-Anlagen mittel- bis langfristig orientiert; im Durchschnitt werden die Anteile drei bis fünf Jahre gehalten. Das Ziel ist es schließlich, den Wert der jeweiligen Firma zu steigern und diese mit möglichst hohem Gewinn weiter zu veräußern. Das durch Hollywoodfilme gezeichnete und durch Franz Müntefering sprichwörtlich gewordene Image von Privatinvestoren als „Heuschrecken“ mag in Ausnahmefällen zutreffen, in der Regel ist es aber nicht das Interesse der Geldgeber, die gekauften Firmen zu filetieren, sondern eben langfristig zu entwickeln – durchaus zum Wohle auch der Mitarbeiter. Doch woher kommt das Geld? Die Kapitalgeber können private oder institutionelle Anleger sein; häufig sind es auf diese Beteiligungsform spezialisierte Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die daher auch Private-Equity-Gesellschaften (PEG) genannt werden. Industrieunternehmen und Versicherungsgesellschaften werden zunehmend auf diesem Gebiet tätig.

Auch als Kleinanleger kann man in Private Equity investieren – allerdings nur mittelbar. Da viele etablierte Gesellschaften nur institutionellen Investoren oder sehr vermögenden Privatpersonen offenstehen, bildet sich seit einigen Jahren auch ein Fonds-Segment für Kleinanleger heraus. Die meisten dieser sogenannten Retailfonds sind als geschlossene Fonds ausgelegt, die im Rahmen eines Dachfondskonzepts wieder in große Private-Equity-Fonds investieren. Es ist also durchaus möglich, auch mit kleinen monatlichen Beiträgen in Private Equity zu investieren, wenn man bereit ist, das Geld für einen langen Zeitraum aus der Hand zu geben – zum Beispiel als Teil der privaten Altersvorsorge.
Zudem haben in den vergangenen Jahren mehrere Beteiligungsfirmen den Sprung an die Börse gemacht. So sind große US-Konzerne wie KKR, Blackstone, Carlyle und Apollo gelistet. In Europa sind die schweizerische Partners Group und die britische 3i aufs Parkett gegangen. Im September vergangenen Jahres legte der schwedische Finanzinvestor EQT einen sehr erfolgreichen Börsengang hin. Auch über den Kauf von Aktien kann man also mittelbar Private Equity für die private Vermögensanlage nutzen.

EQT – Big Player aus Schweden
Hinter der EQT steht die bekannte schwedische Familie Wallenberg, deren Investmentfirma Investor AB mit einem Minderheitsanteil von 18 % der größte Einzelinvestor bleibt. In den EQT-Fonds stecken rund 40 Milliarden Euro, zum Besitz gehören Unternehmen mit zusammen 19 Milliarden Euro Umsatz und 110.000 Mitarbeitern. Damit gehört EQT zu den ganz großen Akteuren und rangiert weltweit auf Platz 7 der größten Private-Equity-Unternehmen – deutsche Gesellschaften findet man übrigens nicht unter den Top 50.

Der deutschsprachige Raum zählt aber zu den bevorzugten Regionen, in denen EQT nach Firmen sucht. In Deutschland gehört den Schweden unter anderem eine Minderheits-Beteiligung am weltgrößten Prothesen-Hersteller Ottobock sowie die Mehrheit am Linux-Anbieter Suse. Zu den EQT-Beratern gehört auch eine prominente Deutsche. Die ehemalige Siemens-Personalchefin Janina Kugel ist seit Anfang Mai als Senior Advisor bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) u.a. für EQT tätig.
Vor kurzem verkündete EQT die Übernahme von 51 % der Deutschen Glasfaser von der US-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft KKR; der kanadische Pensionsfond Omers übernimmt die übrigen 49 %. Bereits im Herbst hatte EQT für rund eine Milliarde Euro den saarländischen Wettbewerber Inexio gekauft, beide Unternehmen sollen nun verschmolzen werden. Obwohl die Deutsche Glasfaser 2018 nur einen Umsatz von 64 Millionen Euro gemacht hat, lag der Kaufpreis wohl bei deutlich über 2 Milliarden Euro. Klassisches Private Equity also: die Vorbesitzer verkaufen mit sehr gutem Gewinn, der neue Investor bringt das nötige Kapital mit, weil er große Chancen sieht. Denn die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen in Deutschland ein flächendeckendes Gigabit-Netz aufzubauen. Diesen Fokus wollen auch die neuen Eigentümer des Kabelnetzbetreibers an die Spitze ihrer Agenda stellen. EQT und Omers zufolge soll das fusionierte Unternehmen in den kommenden Jahren sieben Milliarden Euro in die hiesige Hochgeschwindigkeits-Internetinfrastruktur investieren. Damit sollen insgesamt über sechs Millionen Glasfaseranschlüsse in der Bundesrepublik gebaut werden. Ein Paradebeispiel für Private Equity: Big Money für ein großes Projekt, mit sehr reellen Chancen und einem Investitionshorizont über etliche Jahre.

Nordic Capital: viele institutionelle Anleger
Ein weiterer großer Akteur aus Schweden ist Nordic Capital. Das Unternehmen verwaltet Private-Equity-Fonds und investiert in mittlere und große Unternehmen, über eine Vielzahl von Branchen hinweg mit einem besonderen Fokus auf Healthcare. Weitere Kernsektoren sind Technologie, Zahlungssysteme, Finanzdienstleistungen, Industriegüter und -dienstleistungen sowie Konsumgüter. In der DACH-Region hat Nordic Capital rund drei Milliarden Euro in zehn Unternehmen im Gesundheitssektor investiert. Das Heuschreckenfeindbild passt auch hier nicht, denn das Kapital stammt von institutionellen Investoren. Pensionsfonds, Staatsfonds, Finanzinstituten, Stiftungen und Familienunternehmen stehen hinter Nordic Capital und zielen auf ein langfristiges Investment in Firmen, um diese durch operative Verbesserungen und transformatives Wachstum weiterzuentwickeln und möglichst sichere Renditen z.B. für Pensionsfonds zu erzielen.

Das Beispiel Nordic Capital zeigt, das Private Equity auch für mittelständische Unternehmen eine attraktive Finanzierungsform sein kann, etwa wenn Familien ihr Unternehmen (oder Teile davon) veräußern möchten. Bei der Abwicklung solcher Geschäfte helfen spezialisierte Berater, die sich auch in der Schwedischen Handelskammer finden – in den Mitgliedsbanken SEB, Nordea, Danske Bank und Handelsbanken, bei den großen Anwaltsbüros und bei spezialisierten Beratern wie der MCF Corporate Finance.
Der Anteil der Unternehmenstransaktionen unter Beteiligung von Finanzinvestoren wird heute auf 25% geschätzt, mit zunehmender Bedeutung auch für das Segment mittelständischer Unternehmen. Private Equity ermöglicht Anlagen in Zukunftsbranchen und beschafft Kapital für weitreichende Investitionen. In Schweden sind heute 1.160 Unternehmen mit etwa 170.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 50 Milliarden Euro im Besitz privater Finanzinvestoren. Und auch in Deutschland ist Private Equity längst zu einer relevanten Größe geworden, interessant für Mittelständler wie für Konzerne, für professionelle Anleger – und sogar für die eigene, private Altersvorsorge.


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26.06.2020

// Wenn Crowdsourcing nach Johannisbeere schmeckt - Sharing Economy in Schweden

Alles ändert sich: Arbeiten wird flexibler, Produkte und Dienstleistungen werden digitaler, Materialismus ist out. Schon vor Corona waren grundlegende Mechanismen der Weltwirtschaft im Wandel, nun beschleunigt sich dieser Prozess erneut. Und auch die Beziehung zwischen Anbieter und Kunde ist nicht mehr wie früher – sie wird immer dialogischer.

Während der Teil des globalen Handels, der vollständig digital geführt wird, immer mehr zunimmt, verliert das Anhäufen materiellen Besitzes an Reiz, insbesondere bei jüngeren Menschen. Wegen des Klimawandels halten viele Verbraucher eine nachhaltige Dienstleistungslösung für intelligenter als ein absolutes Eigentum. In der Sharing Economy wird das, was früher Produkte waren, in vorübergehende Dienstleistungen umgewandelt. Firmen wie Uber und AirBnB sind mit diesem Konzept in kurzer Zeit sehr groß geworden. Denn die Autos oder Wohnungen sind eben nicht im Besitz dieser Firmen. Sie bieten lediglich Plattformen für den Kontakt zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern an. Was diese Unternehmen nutzen, ist die Kraft der Masse, in einem Prozess, der als Crowdsourcing bekannt geworden ist.


Als Begriff ist Crowdsourcing verhältnismäßig neu, aber die Methode existiert schon seit langem, oft in Form eines Wettbewerbs, der von einer Regierung oder Institution ausgeschrieben wird, um wertvolle Ideen zu gewinnen. Crowdsourcing bedeutet, dass die Quelle (englisch source) von Arbeit, Ideen oder Gütern in der Menge (englisch crowd) liegt. Dadurch wird mit Crowdsourcing eine große Ergebnisvielfalt erreicht, oft auch eine erhöhte Geschwindigkeit des Prozesses. Ein Beispiel dafür ist „reCAPTCHA“, ein Dienst, der das Netz gegen Spam schützt und gleichzeitig Bücher digitalisiert. Millionen Menschen haben freiwillig durch das Lösen von Captchas zu den Ergebnissen beigetragen, heute ist der Dienst Teil von Google. Aber auch außerhalb der digitalen Welt wird Crowdsourcing genutzt, um die Gesellschaft zu verbessern und durch die Macht der Menge wirtschaftliche Vorteile zu erlangen.

Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich verändern – so lautet eine oft genannte Forderung in Folge der aktuellen Corona-Krise. Die Flexibilität der Sharing Economy könnte ein Lösungsansatz sein; Crowdsourcing ist eine Methode, der es gelingt, das volle Potenzial des Internets erfolgreich zu nutzen und gleichzeitig Menschen zusammenzubringen: eine Form von Kollektivismus, bei dem Enthusiasten Unternehmen bei Produktentwicklung und Marketing helfen.

Schweden als ein Pionier der Digitalisierung gilt als besonders fruchtbarer Ort zur Förderung der Möglichkeiten von Crowdsourcing. Mit seiner Wettbewerbsfähigkeit durch schnelles Internet und gute digitale Infrastruktur kann das Land mit verschiedenen Projekten aufwarten, die als Best Practice für andere Länder dienen können. 

Poppels - der Geschmack von Crowdsourcing
Beim Crowdsourcing geht es nicht nur um geniale Tech-Startups, um einen Markt neu zu organisieren. Auch ganz neue Produkte werden in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden durch Crowdsourcing entwickelt. Die Göteborger Brauerei Poppels braute so 2014 Schwedens erstes Crowdsourcing-Bier.

Die Poppels-Brauerei wollte ein neues Johannisbeer-Bier auf den Markt bringen und von Anfang die Kunden involvieren. Sie luden Privatpersonen ein, die Beeren für das Bier zu sammeln, zum Dank erhielt jeder Mitwirkende eine Verkostung und seinen Namen auf den Flaschen. Die Kunden waren begeistert: im ersten Jahr beteiligten sich 50 Schweden, zwei Jahre später gab es mehr als 1000 freiwillige Beerensammler. Dem Unternehmen hat das öffentliche Engagement genutzt: Die ehemalige Mikrobrauerei Poppels ist mittlerweile gewachsen und verkauft auch außerhalb von Göteborg Bier. 

Mapillary - Zusammen die Welt kartografieren
Wer wagt es, den Megakonzern Google in einem seiner Kernbereiche herauszufordern? Die schwedische Crowdsourcingfirma Mapillary. Sie verfolgt ein erstaunlich ehrgeiziges Projekt: die ganze Welt kartografieren mit ehrenamtlichen Laien und deren Smartphones.

Seit 2013 erstellt sie Karten mit georeferenzierten Fotos, also Fotos mit Angaben zum Standort. Das Material kommt ausschließlich von den Nutzern, die heute in 190 Ländern zu finden sind. So funktioniert es: der Anwender lädt die Mapillaryapp herunter, erhält Zugang zu den Karten der App sowie ihre Streetview-Funktion und kann mit seinem eigenen Bilden zu Mapillary beitragen. Das Ergebnis besteht aus ungewöhnlich genauen Daten über die physische Welt, die in einem breiten Spektrum von Bereichen verwendet werden können. Insbesondere kooperiert Mapillary mit Unternehmen, die selbstfahrende Autos entwickeln, um deren Software mit besseren Datengrundlagen zu versorgen. Obwohl Mapillary einen kaum verhohlenen Stolz darauf zu haben scheint, nicht bei Google zu sein, arbeiten sie seit 2018 mit einer anderen amerikanischen Megafirma, Amazon, zusammen. Mappilary nutzt „Amazon Recognition“, um die Texte von Straßenschildern zu lesen.

Karma - Die Win-Win-Win-App
Umweltfreundliches Verhalten für die breite Bevölkerung attraktiv zu machen, ist eine der größten Herausforderungen bei der Bekämpfung des Klimawandels. Die schwedische Crowdsourcingfirma Karma bietet eine Lösung an. Per App minimiert sie die Lebensmittelverschwendung, indem sie Besitzer von Restaurants, Supermärkten oder Bäckereien mit Kunden zusammenbringt. Auf diese Weise gibt es drei Gewinner: das Klima, die Eigentümer und die Kunden. Die Verkäufer bieten Überschussware über die App an und Privatpersonen können die Lebensmittel zum reduzierten Preis kaufen.

Leser von Schweden Aktuell kennen das Konzept von der Firma Too Good to Go. Während Karma in den vier Jahren seit seiner Gründung hauptsächlich in Schweden aktiv war, kommt Too Good To Go aus Dänemark und hat seit seiner Gründung 2015 auf dem europäischen Markt stark expandiert, auch in Deutschland. Da Too Good To Go sich aktuell auch in Schweden etabliert, hat Karma also Konkurrenz bekommen – möge der Wettbewerb die gute Sache beflügeln.

Heute findet man Karma-verbundene Firmen in 225 Städten, die meisten in Schweden aktiv, aber die „Zero-Waste“-Bemühung hat sich auch auf Frankreich und Großbritannien ausgedehnt. Die mit der App verbundene Online-Gemeinschaft ist so entwickelt, dass sie das Verbreiten von Karma in neuen Städten so leicht wie möglich macht. Wer neue Verkäufer anwirbt, bekommt auch eine Ermäßigung.

Skjutsgruppen - Das neue Gesicht der Fahrgemeinschaften
Auch bereits bestehende Konzepte können durch Crowdsourcing gewinnen – oft werden sie regelrecht revolutioniert. Ein Beispiel dafür ist der Verein Skjutsgruppen, der per App Kontakt zwischen Menschen, die gemeinsam fahren möchten, vermittelt. Der Benutzer gibt ein, wohin er fahren will oder wird und wird mit Menschen zusammengebracht, die sich für die Route interessieren. Das Ziel heißt Nachhaltigkeit und die „Bewegung“, wie die Gründer ihre Initiative bevorzugt nennen, ist ehrenamtlich. Die Benutzer können die Fahrkosten fair aufteilen oder ganz auf Bezahlung verzichten. Immerhin 10.000 Downloads verzeichnet die App bereits.

Vuollerim - Crowdsourcing auf Dorfebene im Polarkreis
Im hohen Norden Schwedens, am Polarkreis, liegt das kleine Dorf Vuollerim. Etwa sechshundert Leute wohnen hier und viele davon haben beigetragen, dass ihr Dorf weltbekannt wurde. Denn hier in der Wildnis der lappländischen Wälder und Gebirge, gibt es eine florierende Crowdsourcingbewegung. Als der größte lokale Arbeitgeber die Aktivität im Kraftwerk Vuollerim verringerte, sind die Einwohner zusammengekommen. Das erste Ergebnis war eine wirtschaftliche Vereinigung, die Unternehmer und Bürger zusammenführte. Die Vereinigung kaufte Unternehmen, die für das lokale Leben wichtig waren und die in der Existenz bedroht waren, zum Beispiel den Eisenwarenhandel. Der Erfolg machte den Einwohnern Lust auf mehr von dieser analogen Variante von Crowdsourcing.

Heute kann man in Vuollerim sieben Crowdsourcingbetriebe finden, die zwischen fünfzig bis einhundertfünfzig Eigentümer haben. Ihr Tätigkeitsbereich liegt in dem, was für das Dorf nutzbar ist, zum Beispiel Tourismus, Käseproduktion und Bildung. Damit haben die Einwohner ihr Dorf weltbekannt gemacht. Zwei Mal war Vuollerim Gastgeber für die Internationale Vereinigung „Crowdsourcing Week“, die Unternehmer, Experten und Wissenschaftler aus der ganzen Welt anzieht. Der Gründer Epi Ludvik beschreibt die Entwicklung in Vuollerim als ein Beispiel dafür, was Crowdsourcing für das Leben auf dem Land bedeuten könnte. Vuollerim beweist: Crowdsourcing ist nicht nur etwas für brillante Tech-startups in den Großstädten ist, sondern kann auch das Leben auf dem Land durch Innovation und Gemeinschaft verbessern.

SprinkelBit - Mit Crowdsourcing investieren lernen
Warum nicht den Profis folgen? Das ist der Slogan der schwedischen Firma SprinkelBit, einem Investitionssimulator, der Wissen selbst als Material für Crowdsourcing benutzt. Die Idee ist verhältnismäßig einfach: man lernt am besten durch Übung und von anderen, die mehr Erfahrung haben. Obwohl man heute auch mit SprinkelBit echtes Geld investieren kann, liegt der Schwerpunkt immer noch auf virtuellem Lernen, um seine Fähigkeiten als Investor zu verbessern. Bei der Registrierung bekommt der Benutzer 5.000 SprinkelBucks, die Währung der Plattform, um sie frei zu investieren wie er oder sie möchte. Die Plattform bietet die Möglichkeit, die Aktivitäten erfolgreicher Investoren zu verfolgen und mit Gleichgesinnten über den Aktienmarkt zu reden. Dadurch bekommt man wertvolle Informationen darüber, wie die Börse funktioniert und was eine gute Investition ausmacht. Der Gründer Alexander Wallin hat es durch SprinkelBit von der westschwedischen Insel Tjörn nach New York geschafft. Aus seiner Idee, investieren mit Hilfe von Crowdsourcing und Technologie einfach zu machen, entwickelte sich ein globales Unternehmen mit Zehntausenden von Benutzern.


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Schwedischer UnternehmenspreisSeit 2003 wird der Schwedische Unternehmenspreis in Deutschland vergeben. Schwedische Unternehmen, die erfolgreich in Deutschland Wurzeln geschlagen haben, haben gute Chancen auf den Preis, der in drei Kategorien vergeben wird. Finden Sie hier alle Informationen rund um Bewerbung und Verleihung, das aktuelle Programm sowie ein umfassendes Bilderarchiv der vergangenen Jahre.  Mehr