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14.09.2017

// Kronprinzessin Victoria auf dem schwedischen Unternehmenspreis

I.K.H. Kronprinzessin Victoria hat ihre Teilnahme auf der diesjährigen Verleihung des Schwedischen Unternehmenspreises in Deutschland zugesagt. Die Schirmherrin der Schwedischen Handelskammer wird beim Galadinner anlässlich der Verleihung in Leipzig am 23. November 2017 teilnehmen.

„Es ist uns eine große Ehre und wir freuen uns sehr, dass die Kronprinzessin in diesem Jahr zum Unternehmenspreis kommt“, sagte Thomas Ryberg, Präsident der Schwedischen Handelskammer im Namen des Präsidiums, Vorstandes und aller Mitglieder. „Die Wahrung und die aktive Weiterentwicklung der deutsch-schwedischen Wirtschaftsrelationen werden in ihrer Bedeutung durch die Teilnahme der Kronprinzessin deutlich unterstrichen.“

Der Unternehmenspreis feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: bereits zum 15. Mal werden die besten schwedischen Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet. Der Preis wird von der Schwedischen Handelskammer und Business Sweden in Zusammenarbeit mit der Schwedischen Botschaft verliehen.

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12.09.2017

// 5 Fragen an per thöresson:
"Unternehmen treiben Innovationen voran"

Per Thöresson, Schwedischer Botschafter in Berlin (seit März 2017)

Schweden und Deutschland gelten als besonders innovationsstark. Nun haben die beiden Länder eine Innovationspartnerschaft vereinbart und angekündigt, in ausgewählten Bereichen besonders eng zusammenzuarbeiten. Ist eine solche konkrete Kooperation in bestimmten Feldern üblich oder an sich schon innovativ?

Es stimmt, dass die Volkswirtschaften Deutschlands und Schwedens sehr innovationsstark sind. Laut dem World Economic Forum lag Schweden im letzten Jahr auf Platz zwei der innovationsstärksten Länder der Welt, und auch Deutschland findet sich in solchen Statistiken immer weit oben wieder. Unsere beiden Länder sind sich seit langem der großen Bedeutung von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit bewusst, und so geben sowohl Schweden als auch Deutschland etwa drei Prozent ihres BIP für Forschung und Entwicklung aus. Unsere Volkswirtschaften sind bereits heute eng miteinander verflochten. Deutschland ist Schwedens wichtigster Handelspartner und steht für elf Prozent unseres Exports und 19 Prozent unseres Imports. Vor diesem Hintergrund ist die Innovationspartnerschaft ein natürlicher Schritt hin zu einer weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit unserer Länder. Innovationspartnerschaften zwischen Ländern sind vermutlich nichts Neues; das Einzigartige an unserer ist, dass wir so deutlich bestimmte Bereiche identifiziert haben, in denen beide Länder mit ihrer Kompetenz beitragen und von einer verstärkten Zusammenarbeit profitieren können. Um diese Kooperation so erfolgreich wie möglich zu gestalten, werden wir Unternehmen, Behörden und akademische Einrichtungen in die Arbeit einbeziehen.

Welche Themen oder Projekte sollen konkret gemeinsam bearbeitet werden?

Konkret konzentriert sich die Innovationspartnerschaft auf vier Bereiche: Mobilität, Testanlagen, Digitalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen und eHealth. Bereits heute arbeiten Schweden und Deutschland in diesen Bereichen an gemeinsamen Projekten. Im Bereich Mobilität wird beispielsweise eine gemeinsame Studie zu eHighways und zur Zukunft von Schwertransporten mit Elektro-LKWs durchgeführt. In Mittelschweden testen Scania und Siemens Elektro-LKWs. Noch ein fantastisches Beispiel für die gemeinsame Innovationskraft ist das 5G Automated Driving-Pilotprojekt auf der A9 zwischen unter anderem Ericsson, BMW, der Deutschen Bahn und der Deutschen Telekom. In Deutschland führt die Botschaft unter anderem gemeinsam mit Business Sweden und der Schwedischen Handelskammer im sogenannten Team Schweden verschiedene Projekte durch. So werden wir im Herbst beispielsweise ein Rundtischgespräch zum Thema eHealth an der Berliner Charité veranstalten, zu dem wir Vertreter aus Forschung und Wirtschaft einladen. Im Zusammenhang mit der EVS30 in Stuttgart planen wir eine Konferenz zur E-Mobilität. Außerdem ist die "Digitaliserung in der Wirtschaft“ das Jahresthema der Schwedischen Handelskammer und des Schwedischen Unternehmenspreises, der in diesem Jahr in Leipzig verliehen wird. 

Besonders einleuchtend wird so eine Kooperation ja dann, wenn jeder Partner etwas einbringen kann, was den anderen ergänzt – zum Beispiel aufgrund der jeweiligen Marktgröße. Sehen Sie hier solche fruchtbaren Unterschiede?

Ja, absolut! Es gibt mehrere Bereiche, in denen sich unsere Länder ergänzen. Einer ist die Digitalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen, wo man sicherlich sagen kann, dass Schweden schon etwas weiter gekommen ist. Dafür gibt es verschiedene Gründe, aber ein wichtiger ist die große Aufgeschlossenheit der schwedischen Bevölkerung gegenüber neuen digitalen Lösungen. Dadurch können neue deutsche Lösungen in Schweden getestet werden, bevor sie großflächig in Deutschland zur Anwendung kommen. Aber natürlich bietet auch der große deutsche Markt innovativen Unternehmen aus Schweden enorme Möglichkeiten. Ein anderer Bereich, in dem wir uns ergänzen, sind die Start-up-Szenen in Berlin und Stockholm, wo Ideen und Kapital in beide Richtungen fließen und etablierte Unternehmen von diesen neuen Start-ups profitieren können, indem sie deren Lösungen in ihre bereits vorhandenen Geschäftsmodelle integrieren. Im Bereich Mobilität ist die Entwicklung von Batteriezellen und Kohlefaser-Karosserien der nächsten Generation interessant. Hier verfügt die deutsche Fahrzeugindustrie über umfangreiches Wissen und Schweden über technisches Know-how und gut ausgebildete Fachkräfte, aber auch über einen stabilen Zugang zu relativ preiswertem und umweltfreundlichem Strom.

Wie dürfen wir uns eine solche Zusammenarbeit nun genau vorstellen – zum Beispiel bei den eHighways. Welche Akteure arbeiten zusammen, wie wird das organisiert? Gibt es zusätzliches Geld?

Die Zusammenarbeit im Bereich eHighways wird in einer Studie münden, die Vor- und Nachteile unterschiedlicher technischer Lösungen und Finanzierungsmodelle für die Durchführung von Schwertransporten mit Elektro-LKWs aufzeigen soll. Dadurch sollen eine Standardisierung erleichtert, eHighways kosteneffizienter und attraktiver und internationale Transporte vereinfacht werden. Auf der E16 bei Sandviken in Mittelschweden werden wie gesagt schon jetzt – und zum ersten Mal auf öffentlichen Straßen – LKWs von Scania getestet, die nur mit Strom fahren und mit einer Technologie für eHighways von Siemens ausgerüstet sind. Für jeden Kooperationsbereich sind verschiedene Akteure identifiziert worden; dabei kann es sich um Forschungseinrichtungen oder um Behörden handeln. Dem schwedischen Wirtschaftsministerium und Vinnova, der schwedischen Innovationsbehörde, obliegt gemeinsam mit dem deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die strategisch-koordinierende Verantwortung für die Innovationspartnerschaft in ihrer Gesamtheit. Beide Länder haben Gelder für die Umsetzung der Kooperationen bereitgestellt.

Sind bestimmte Zeiträume vereinbart worden – anders gefragt: wann können wir in Schweden aktuell voraussichtlich über Ergebnisse berichten?

Die Innovationspartnerschaft ist auf mehrere Jahre ausgelegt, ohne Enddatum. Natürlich werden die Kooperationen in regelmäßigen Abständen von schwedischen und deutschen Partnern ausgewertet. Unternehmen treiben Innovationen voran. Deshalb ist es wichtig, deutsche und schwedische Unternehmen in diese Partnerschaft einzubeziehen. Das ganze Team Schweden hat wie immer ein offenes Ohr für neue Ideen. Selbstverständlich halten wir die Leser von Schweden aktuell auf dem Laufenden darüber, wie sich die Innovationspartnerschaft entwickelt, und berichten über interessante Projekte.


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Schwedischer UnternehmenspreisSeit 2003 wird der Schwedische Unternehmenspreis in Deutschland vergeben. Schwedische Unternehmen, die erfolgreich in Deutschland Wurzeln geschlagen haben, haben gute Chancen auf den Preis, der in drei Kategorien vergeben wird. Finden Sie hier alle Informationen rund um Bewerbung und Verleihung, das aktuelle Programm sowie ein umfassendes Bilderarchiv der vergangenen Jahre.  Mehr