Join Sweden Conference in Deutschland

Join Sweden Conference in Deutschland: Zusammenarbeit als Standortfaktor

Erstmals fand die Join Sweden Conference außerhalb Schwedens statt. In Berlin kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Institutionen zusammen, um über Investitionen in Schweden und die Chancen deutsch-schwedischer Zusammenarbeit zu sprechen.

Für die erste außerschwedische Ausgabe hätte der Ort kaum passender sein können. Rund zehn Prozent der schwedischen Warenexporte gehen nach Deutschland, zugleich stammen 16 Prozent der Warenimporte von dort. Seit fast zehn Jahren verbindet beide Länder zudem eine strategische Innovationspartnerschaft. Am 15. September luden Business Sweden und die Schwedische Botschaft deshalb in das Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin ein.

Botschafterin Veronika Wand-Danielsson eröffnete den Tag mit einem klaren Bekenntnis zur Zusammenarbeit: „Schweden ist überzeugt, dass Zusammenarbeit und Partnerschaften erfolgreiche Strategien für Innovation, Wachstum und langfristige Widerstandsfähigkeit sind. Deshalb spricht Schweden auch nicht von ‚Made in Sweden‘, sondern ‚Made with Sweden‘.“

Auch Jan Larsson, CEO von Business Sweden, stellte früh die Zusammenarbeit beider Länder in den Mittelpunkt. Seine Rechnung für das deutsch-schwedische Verhältnis: „Eins plus eins ist mehr als zwei.“

Was den Standort Schweden auszeichnet

Der Vormittag bot Einblicke in unterschiedliche Branchen und zeigte, wie schwedische Unternehmen auf aktuelle wirtschaftliche und technologische Entwicklungen blicken. Im Fokus standen unter anderem industrielle Wertschöpfung, die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Green Transition. Immer wieder ging es dabei auch um die Frage, was den Standort Schweden auszeichnet: schneller Transfer von Ideen in die Praxis, industrielles Know-how und ein starkes Vertrauen in langfristige Partnerschaften.

Der richtige Kontakt für den nächsten Schritt

Am Nachmittag rückten Workshops und direkte Gespräche in den Mittelpunkt. Schwedische Regionen stellten ihre Standorte vor, RISE, Vinnova und die Schwedische Energieagentur informierten über Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten.

Auch die Schwedische Handelskammer war gemeinsam mit Business Sweden vertreten. Unter dem Leitgedanken „How to build a network“ sprachen Country Manager Helen Hoffmann und Project Manager Annika Harmel mit Unternehmen über den Einstieg in den schwedischen Markt und den Zugang zu passenden Netzwerken.

Wie wichtig Deutschland für Schweden bleibt, zeigt auch die Entscheidung der schwedischen Regierung, ein Generalkonsulat in München zu eröffnen. Botschafterin Wand-Danielsson erklärte: „Das ist ein starkes Signal. Schweden möchte insbesondere mit den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg noch enger zusammenarbeiten. Der Schwerpunkt soll auf Handel und Investitionen, Innovation, Verteidigung, Raumfahrt und Zukunftstechnologien liegen.“

Am Abend setzte sich der Austausch beim Dinner in der Residenz der Botschafterin fort. Ein passender Abschluss für eine Konferenz, deren Leitgedanke sich durch den gesamten Tag zog: Neue Zusammenarbeit beginnt häufig mit dem richtigen Kontakt.

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