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// Co-Lab ist die zukunft

// Co-Lab ist die Zukunft

Partnerschaft – das war der Leitbegriff des Zukunftstag 2019 in Frankfurt. Mitglieder der Schwedischen Handelskammer und Interessierte waren zusammen gekommen, um von den Mitgliedern Nordea, Icomera und Parkster zu hören, wie die Unternehmen mit partnerschaftlichen Co-Lab-Lösungen neue Formen der Zusammenarbeit finden. Im neuen Format‚ Walking Workshop‘ konnten die Teilnehmer in kleineren, interaktiven Gruppen jeweils einen Vortrag nach dem anderen zuhören. Welche Partner die Unternehmen brauchen und nutzen, hing dabei stark vom eigenen Geschäftsfeld ab. Parkster, das schwedische Unternehmen, das mit seiner Smartphone-App den Parkscheinautomaten überflüssig macht, brauche eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den städtischen Gemeinden, sagte Parksters Deutschlandchef Patrik Lundberg. Auch die Netzabdeckung sei ein das Unternehmen ein Puzzlestück des Erfolgs. „Es ist ganz simpel“, erklärte Lundberg. „Ohne Netzabdeckung können wir unsere Dienste nicht zur Verfügung stellen!“

 Patrik Lundberg, Parkster

Die Partnerschaften der Nordea Bank reichen in viele Bereiche, erklärte Redner Einar Eidsson, Executive Advisor Group Digital. Der Fokus der Bank liegt dabei auf Startups, dem Tech-Eco-System und den nordischen Ländern in denen Nordea als Bank wirken. Sowohl durch Investments aber auch durch tatkräftige Initiativen stärkt Nordea seine Partner: So unterhält die Bank eine enge Zusammenarbeit mit der Stockholm School of Entrepreneurship, rund um junge Unternehmer und als Teil ihres Gesellschaftsengagements bringt ihr in Bibliotheken älteren Menschen den Umgang mit Finanzapps bei.

Einar Eidsson, Nordea

Icomeras Partner teilen die Vision des Unternehmens. „Mit FlixBus, für FlixBus“, fasste Inga Auhagen, Projektmanagerin bei Icomera, das Konzept zusammen. Beide Partner hatten sich zum Ziel gesetzt, das Reisen in Fernzügen und -bussen interessanter und praktischer zu gestalten. Gemeinsam setzten sie deswegen die IT-Lösung von Icomera für W-Lan im Fernbus um. „Das Vertrauensverhältnis ist hierbei hoch relevant“, erklärte Auhagen in der abschließenden Podiumsdiskussion. „Wenn man das Gefühl hat, in einer echten Partnerschaft zu arbeiten, kann man sich offen austauschen und Dinge vorantreiben“.

Inga Auhagen, Icomera

Das Podium erweiterte die Rednerrunde um Olaf Reus, Ericsson, und Christopher Schmitz, Ernst and Young. Reus betonte die Wichtigkeit der internen Unterstützung für innovative Projekte. Auch im eigenen Hause müssten Partner für neue Lösungen gefunden werden. „Die Geschäftsführung muss hinter Innovationsprozessen stehen“, stellte er fest. Ericsson sorgt mit den Rahmenbedingungen seiner Labs schon für automatisches partnerschaftliches Arbeiten: In den Labs ist die Einbindung von Kunden in den Innovationsprozess fester Bestandteil. Man tauscht sich aus, was die Technologie leisten können muss. „Das Setting allein sorgt schon für Partnerschaft“, meinte Reus.

Olaf Reus, Ericsson

„Doch nicht alle Branchen täten sich damit leicht, merkte Christopher Schmitz an. „Die deutsche Bankenwirtschaft hat eine sehr schlechte Historie in Kooperation“, befand er. „In Deutschland bekommen wir nicht einmal eine gemeinsame Digital ID der Banken hin, die Schweden mit der BankID längst Standard ist“. Für Einar Eidsson lag klar, auf der Hand, dass auch der Bankensektor umdenken müsse, um im Zeitalter der Ko-Kreation zu bestehen: „Banken müssen ihre Denkart verändern und sich vielleicht sogar trauen sich ein wenig unsichtbar zu machen, aber weiterhin gebraucht zu werden“.

 Podiumsdiskussion