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// Schweden auf der Hannover Messe

// "Hello my name is Sweden"

Alles wird anders: Industrie 4.0, das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, Smart Factory – diese Stichworte tauchen überall auf. Sie beschreiben einen tiefgreifenden Wandel. Wie Produkte produziert und distribuiert werden, wird sich in Zukunft maßgeblich verändern. Weltweit investieren Unternehmen und Staaten gewaltige Ressourcen in diese digitale Transformation.

Hannover ist der Ort, an dem die Zukunft gezeigt wird. Schweden als Partnerland und als Land von außergewöhnlicher Innovationskraft stellt seine Vorreitertechnologien zum digitalen Wandel aus. Die Präsentation hat jedoch einen ungewöhnlichen Ansatz: Alleingänge sind out, Co-Lab lautet das Motto der Zukunft. Schweden setzt die Kooperation als Wirtschaftsmotor auf die Agenda und lädt in seinem Pavillon ein, zusammenzuarbeiten, gemeinsam zu gestalten und voneinander zu profitieren.

Co-Lab liegt im Trend: Immer mehr Firmen arbeiten angesichts der Komplexität der zu lösenden Herausforderungen nicht nur mit Universitäten oder mit Kunden zusammen, sondern sogar mit Wettbewerbern. Jüngst erregten Mercedes und BMW mit der Ankündigung Aufsehen, beim automatisierten Fahren zu kooperieren, und VW kündigte an, Plattformen für Elektrofahrzeuge kleineren Unternehmen wie e.GO und Wettbewerbern zur Verfügung zu stellen.

Im Schweden-Pavillon zeigen schwedische Unternehmen, alles Mitglieder der Schwedischen Handelskammer, wie sie den digitalen Wandel in der Industrie gestalten. Sie demonstrieren an ganz konkreten Beispielen, wie das Co-Lab heute funktioniert und warum die neue Art, zusammenzuarbeiten nicht nur sehr erfolgreich, sondern unverzichtbar ist.

Machen Sie sich im Folgenden ein Bild der Bandbreite der Schwedenpräsenz in Hannover: Besuchen Sie die schwedischen Unternehmen auf der Hannover Messe. Der Schweden-Co-Lab-Pavillon ist eine große Einladung an alle, miteinander ins Gespräch zu kommen: „Hello, my name is Sweden“.

Was unsere Fördermitglieder und Hauptsponseren zeigt auf der Messe

Ericsson: „Connectivity durch Co-Lab“
Branche: Kommunikationstechnologie
Mitarbeiterzahl: 95.000
Umsatz: ca. 20 Mrd. Euro

Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm. 40 % des weltweiten Mobilfunkverkehrs werden über Netztechnik von Ericsson abgewickelt. Mit innovativen Lösungen und Dienstleistungen arbeitet Ericsson an der Vision einer vernetzten Zukunft, in der jeder Einzelne und jede Branche sein bzw. ihr volles Potenzial ausschöpfen kann. Der schwedische Konzern gilt auch als eines der führenden Unternehmen in Sachen 5G. Das 1876 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 95.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 Ländern zusammen.

Olaf Reus, Mitglied der Geschäftsleitung
Welchen Akzent setzen Sie auf der Hannover Messe?
Ob 5G-angebundene Produktionsanlagen, nahezu in Echtzeit agierende Roboter und autonome Fahrzeuge in Fabriken: Wenn 2019 die 5G-Einführung auf die Hannover Messe – die Leitmesse für Industrie 4.0 – trifft, darf Ericsson nicht fehlen. Im Gegenteil: Wir nehmen das Jahr der 5G-Einführung und die Ernennung des Heimatlandes Schweden zum Hannover Messe-Partnerland 2019 zum Anlass, um mit einer erweiterten Präsenz auf der Leitmesse für Industrie 4.0 aufzutreten. Unter dem Motto „Empowering Connectivity. Be limitless with 5G.“ präsentieren wir an einem rund 210 Quadratmeter großen Stand Forschungsprojekte und Produktlösungen. Als Teil des Schweden-Pavillon „Sweden Co-Lab – Innovate
with us!“ werden wir auch dort spannende Insights und Kollaborationen präsentieren.

Welche Kooperationsprojekte (Co-Lab) praktiziert Ericsson?
Industrieübergreifende Zusammenarbeit ist für Ericsson ein Schlüssel zum Erfolg. Ob wir nun gemeinsam mit der Deutschen Telekom ein Werk der Firma Osram vernetzen oder mit Vodafone Deutschland die e.GO-Produktionsstätte in Aachen Rothe Erde mit neuester Netztechnik ausrüsten – das tiefe Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kunden und Partner ist essenziell für uns. Ein Beispiel, das wie kein anderes diese Form der Zusammenarbeit beschreibt, ist das von Ericsson initiierte und koordinierte Konsortium 5G-ConnectedMobility: Es schafft auf dem „Digitalen Testfeld Autobahn“ eine dedizierte 5G-Netzinfrastruktur und eine reale Anwendungsumgebung, um insbesondere Tests in den Bereichen Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation, Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation und Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur mit 5G-Technologie durchzuführen. Die Teststrecke umfasst einen rund 30 Kilometer langen Bereich der Bundesautobahn A9 sowie der Bahnschnellfahrstrecke zwischen den Anschlussstellen Nürnberg-Feucht und Greding in Bayern. Gemeinsam mit der BMW Group, der Deutschen Bahn, den Mobilfunkanbietern Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone Deutschland, dem 5G Lab Germany an der Technischen Universität Dresden sowie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und der Bundesnetzagentur (BNetzA) arbeiten wir hier zusammen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie die Bayerische Straßenbauverwaltung (Autobahndirektion Nordbayern) unterstützen das Projekt. Ein besseres Beispiel für Kollaboration gibt es wohl kaum.

Kinnarps: „Digitalisierung steht hinter neuen Arbeitsformen"
Branche: Büroeinrichtungslösungen
Mitarbeiterzahl: 2.300
Umsatz: 420 Mio. Euro

Schwedisches Know-how und skandinavisches Design für die Büroarbeitswelt: Kinnarps ist spezialisiert auf
Büromöbel und Einrichtungslösungen für moderne, kreative Büroumgebungen. Jarl und Evy Andersson gründeten das Unternehmen 1942 in Kinnarp in Schweden. Sie erkannten, dass in einer zunehmend dienstleistungsorientierten Gesellschaft Büromöbel gebraucht werden, die sowohl modern und funktional als auch ästhetisch sind. Heute ist Kinnarps einer der größten europäischen Büromöbelhersteller – mit Kunden in rund 40 Ländern. Kinnarps liefert Möbel für Arbeitsplätze aller Art: von Großraumbüros, activity based workspaces und Einzelbüros bis hin zu Konferenz-, Schulungs- und Workshopräumen, Cafés, Restaurants und Lobbies. Kinnarps bietet auch eine breite Produktpalette für Lernumgebungen und Gesundheitseinrichtungen an.

Sebastian Groesslhuber, Geschäftsführer Kinnarps GmbH
Wie nutzt Kinnarps den schwedischen Partnerstatus auf der Hannover Messe, wie werden Sie sichtbar?
Der Sweden Co-Lab Pavillon, der Pavillon des diesjährigen Messepartnerlandes Schweden, wird komplett mit Möbeln unterschiedlicher Marken der Kinnarps-Gruppe eingerichtet und repräsentiert somit eine moderne, zukunftsorientierte und nachhaltige Einrichtungslösung
in einem äußerst extrovertierten Umfeld. Kinnarps stellt zudem an drei Terminen im Laufe der Messewoche auf der Co-Lab Stage seine innovative Herangehensweise bei der Umsetzung zukünftiger Arbeitswelten vor, die sich an den individuellen Bedarfen der Kunden und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientieren.
Bei Kinnarps nennt man das Next Office Concept.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen?
Die Digitalisierung ist einerseits der wichtigste Treiber bei der Entstehung neuer Arbeitsformen, Organisationsstrukturen und damit auch des räumlichen Arbeitsumfelds, das diese Entwicklungen abbilden muss, um Produktivität, Kreativität, Kommunikation und die Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Kinnarps hat auf diese Herausforderungen mit dem Next Office Concept eine Antwort gefunden, die selbst auf digitale Werkzeuge zurückgreift. Darüber hinaus erfährt infolge der Digitalisierung auch das Kerngeschäft eines Herstellers von Objektmöbeln eine enorme Veränderung. Zirkuläre Beschaffungsmodelle, die mithilfe digitaler Anwendungen wie Sensorik oder RFID (Sender-Empfänger-Systeme) nachgehalten und ständig evaluiert werden, ersetzen das traditionelle Geschäftsmodell zunehmend. Auch hier ist Kinnarps auf die zukünftigen Bedürfnisse seiner Kunden bestens vorbereitet.

Vattenfall: „Nachhaltige Stahlproduktion"
Branche: Energieversorgung
Mitarbeiterzahl: 19.900
Umsatz: 14,8 Mrd. Euro

Vattenfall AB ist ein schwedisches Energieunternehmen und zählt zu den führenden Energieversorgern in Europa. Der Name Vattenfall ist der schwedische Begriff für das deutsche Wort „Wasserfall“ und ist eine Abkürzung für den ursprünglichen Namen Kungliga Vattenfallstyrelsen (deutsch: königliche Wasserfallbehörde). Vattenfall AB ist vollständig im Besitz des schwedischen Staates. In Deutschland ist Vattenfall über seine Tochtergesellschaft Vattenfall GmbH aktiv und zählt neben E.ON, RWE und EnBW zu den großen deutschen Energieversorgungsunternehmen. Vattenfall steht seit mehr als 100 Jahren für die Elektrifizierung der Industrie und die Versorgung privater Haushalte. Vattenfalls Ziel ist es, innerhalb einer Generation ein fossilfreies Leben zu ermöglichen. Der Antrieb hierfür ist der Übergang zu einem nachhaltigen Energiesystem mit der Erzeugung aus erneuerbaren Energien und klimaschonenden Lösungen für die Kunden.

Was zeigt Vattenfall in Hannover?
„Gemeinsam mit seinen Projektpartnern SSAB und LKAB stellt Vattenfall auf der Hannover Messe das Pilotprojekt HYBRIT vor, ein neues Verfahren zur Herstellung von Stahl, bei dem statt CO2 nur Wasser freigesetzt wird“: Mehr dazu findet man unter hybritdevelopment.com.

SEB: „Industrt 4.0 meets Bank 4.0”
Branche: Finanzdienstleistungen
Mitarbeiterzahl: 15.000
Umsatz: 2,2 Mrd. Euro (2018)

Die Skandinaviska Enskilda Banken AB (SEB) ist ein Finanzdienstleistungskonzern mit Hauptsitz in Stockholm. Die SEB hat den Anspruch, die führende nordische Bank zu sein. In Schweden und im Baltikum baut die Bank kontinuierlich ihre Position als Universalbank aus. In Nordeuropa und in Deutschland steht die SEB großen Unternehmen, institutionellen Kunden und Immobilieninvestoren zur Seite. Ein weltweites Netz an Niederlassungen für das Firmenkundengeschäft besteht ebenfalls. In Deutschland ist die SEB mit der Zweigniederlassung Skandinaviska Enskilda Banken AB (publ) Frankfurt Branch und der Tochtergesellschaft DSK Hyp AG vertreten.

Kirsi Wiitala, Head of Transaction Services, SEB Frankfurt Branch
Wie präsentiert man sich als Bank auf einer Industriemesse?
Unser Motto heißt: „Industry 4.0 meets Bank 4.0“. Dass nicht nur die schwedische Industrie beim Thema Digitalisierung und Automatisierung stark ist, sondern auch die Banken, zeigt die SEB im schwedischen Pavillon mit einer Demo-Station und Vorträgen. In Zukunft werden Finanzdienstleistungen zur Unterstützung neuer IoT-Geschäftsmodelle immer weiter ausgebaut. Die Monetarisierung der Bestände ist in diesen Modellen optimiert, um die tatsächlich verwendeten Materialien zu berücksichtigen und Transaktionen zwischen den Parteien sowie die On-Demand-Produktion zu erleichtern. Da ist gelebtes Co-Lab gefragt!

Haben Sie ein konkretes Beispiel?
Die SEB wird unter anderem zusammen mit ABB und Ericsson das Thema „Flexible Production“ vorstellen. „Industry 4.0 meets Bank 4.0“ zeigt reibungslose Finanzdienstleistungen, die vollständig in digitale Prozesse integriert sind und neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Messeteilnehmer können sehen, wie robotergestützte Micropayments Sourcing-Strategien vorantreiben und wie intelligente Bankkonten den angeschlossenen Geräten zugeordnet werden können.