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// ABB: Innovation durch Partnerschaft

// Der Technologiekonzern ABB erhält in diesem Jahr die Ehrenauszeichnung des Schwedischen Unternehmenspreises. In seiner Begründung erklärte die Jury, dass ABB sich besonders um das Jahresthema der Kammer „Co-Lab“ verdient gemacht habe mit ihrem „innovativen Ansatz, durch Kooperation gemeinsam mit Partnern und Kunden Lösungen zu entwickeln". Zu den Pionierprojekten des Unternehmens gehören die ABB Ability Customer Experience (ACE) Center, in denen mit den Kunden Co-Creation und Design Thinking gelebt wird, und die Zusammenarbeit mit Start-ups im Rahmen seines Accelerator-Programms.

Mit dem Konzept der ACE Center beschreitet ABB neue Wege. Dem Kunden zuhören, seine Anforderungen genau verstehen und eine individuelle Lösung entwickeln – darum geht es in den weltweit drei ACE Centern. Das Ziel: miteinander digitale Marktchancen entwickeln.


Im ACE Center in Ladenburg entwickelt ABB mit Kunden digitale Marktchancen
Foto: ABB/Luca Siermann

Den Kunden früh einbeziehen

Methodisch steht das Design Thinking im Mittelpunkt, das das schöpferische Potenzial von Kreativtechniken mit einem strukturierten Prozess verbindet. Im Kern geht es darum, Lösungen zu finden, die nicht aus der Sicht des Anbieters heraus entwickelt wurden, sondern die Anwendersicht einnehmen und diesen am Ende weiterbringen. Bei Co-Creation-Workshops, so heißen die gemeinsamen Workshops von Kunden und ABB-Spezialisten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen, werden die Kunden früh in den Prozess einbezogen, um ihre Bedürfnisse stärker als bisher bei der Entwicklung von Lösungsansätzen zu berücksichtigen. Fabian Hess, Manager des ACE Centers Ladenburg, erklärt: „Wir möchten die Kommunikation mit unseren Kunden qualitativ verändern. Um sie kompetent und nachhaltig bei der digitalen Transformation begleiten zu können, ist es uns wichtig, ein gemeinsames Verständnis von ihren Herausforderungen zu entwickeln und die Chancen von ABB Ability – dem Digitalangebot von ABB – erfahrbar zu machen. Als Partner entwickeln wir dann leistungsstarke Lösungen mit einem echten und messbaren Mehrwert für die Kunden.“


„Virtual Reality“: In den Labs des ACE Centers wird auf vielfältige Weise nach Lösungen gesucht – auch mithilfe von Virtual-Reality-Technologien.
Foto: ABB/Luca Siermann

Mehr als 120 Workshops mit über 1.400 Teilnehmern haben die ACE Center weltweit bereits durchgeführt, allein über 80 im ACE in Ladenburg. Der Workshop selbst besteht aus Phasen, die aufeinander aufbauen. Zu Beginn betrachten die Teilnehmer die Ist-Situation, tauchen ein in die technologischen Anforderungen des Kunden und die Möglichkeiten von ABB Ability, einer integrierten Industrial-Internet-Plattform und Cloud-Infrastruktur. Anschließend formulieren sie die Herausforderungen und entwickeln konkrete Lösungsansätze, die mithilfe von Prototypen getestet werden. Neben Kunden und ABB-Mitarbeitern nehmen je nach Fragestellung auch externe Partner, Lieferanten, Vertreter von Start-ups sowie Angehörige von Universitäten an den Workshops teil. „Wir bringen Menschen zusammen – und das möglichst interdisziplinär“, betont Hess.

Co-Creation auf der Hannover Messe

Die Themen Co-Creation und Kooperation durch Partnerschaften zählten auch zu den Schwerpunkten des Auftritts von ABB auf der diesjährigen Hannover Messe (1. bis 5. April). Im schwedischen Co-Lab-Pavillon und auf dem eigenen Messestand präsentierte das Unternehmen erfolgreich durchgeführte Co-Creation-Projekte. Darüber hinaus führte das ACE in einem eigens geschaffenen Bereich auf dem Stand während der Messewoche nicht weniger als 18 Co-Creation Workshops mit Kunden durch. Und einen mit dem Stockholmer Start-up Greenlytics. Dessen Vision ist es, komplexe Energiesysteme von morgen nachhaltig zu steuern.

Verstärkte Zusammenarbeit mit Start-ups

Greenlytics ist eines von sieben ausgewählten Start-ups, das am Industrial Artificial Intelligence (AI) Accelerator-Programm teilgenommen hatte. Das Programm wurde von ABB ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit mit Start-ups zu fördern und neue Partnerschaften einzugehen, die Innovationen fördern.

Der ABB Industrial AI Accelerator startete Anfang 2019 und richtete sich an Start-ups, die ihre auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Lösungen in der Industrie testen und vermarkten wollen. In dem viermonatigen Programm arbeiteten verschiedene ABB-Einheiten mit den Start-ups an spezifischen KI-Anwendungsfällen zusammen. Im Mai präsentierten die Start-ups ihre Lösungen einer Jury. Es siegte Greenlytics. Das schwedische Start-up überzeugte mit Tools für KI-basierte Energieprognosen für Wind, Sonne und Verbrauch sowie Entscheidungshilfen für den Stromhandel und die Anlagenoptimierung. Eine Lösung, die bereits zum Einsatz kommt – und zwar bei dem „Mission to Zero“-Projekt bei ABB in Lüdenscheid. Auch nach dem Finale setzt das Unternehmen die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Greenlytics und anderen Teilnehmern des Industrial AI Accelerators fort. Aus gutem Grund, wie Jan-Henning Fabian, Leiter der Konzernforschung in Deutschland, erläutert: „Heute sind Partnerschaften und Co-Creation grundlegende Bestandteile für die Forschung und Entwicklung eines Technologieunternehmens wie ABB, das kundenorientierte Lösungen anbietet.“