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// Smart Industry: Schweden 4.0

Einen passenderen Schauplatz hätte es kaum geben können: In der Digitalen Kirche in Aachen, Stadt der renommierten technischen Universität, startete die Ausstellung „Smart Industry: Schweden 4.0“ am Montag für Besucher aus Nordrhein-Westfalen.

Die Ausstellung wandert durch mehrere Bundesländer und macht Vorfreude auf die Hannovermesse im April, deren Partnerland Schweden ist. Bei der Ausstellungseröffnung in Aachen diskutierten Jan-Peter Meyer-Kahlen (Ericsson), Ewa Johansson (Tacton Systems) und Thomas Grimm (S O NAH) die Entwicklungen der Industrie 4.0 und der neuen Technologie 5G. An den zukünftigen Lösungen für Smart Industry wird in der Stadt geforscht: Juliane Kronen, schwedische Honorarkonsulin in Nordrhein-Westfalen, betonte, dass Aachen ein Hotspot für technische Innovationen sei. Ein Beispiel ist Ericssons ICT Development Center Eurolab in Herzogenrath bei Aachen. Leiter Jan-Peter Meyer-Kahlen referierte über die Bedeutung von 5G für die Transformation der Industrie. So sei 5G nötig, um sogenannte „digital twins“ von Fabriken in Echtzeit herzustellen, die die Arbeit der Fabrik digital abbilden.

Doch nicht nur Kammermitglied Ericsson ist ein Beispiel für erfolgreiches zukunftsorientiertes Unternehmentum aus Schweden. Wenn es um Innovationen geht, mischt Schweden den Innovationsindizes zufolge unter der Elite mit. Spotify, Skype, Minecraft und Klarna – sie alle sind in Stockholm entstanden, das, so Dr. Oliver Grün, Vorstandsvorsitzender von digitalHUB Aachen, deshalb zurecht als „unicorn factory“ bezeichnet werde. Nach Tel-Aviv ist Stockholm weltweit die Stadt mit den meisten Start-Ups und gilt daher als Vorbild für digitale Innovationen – auch für Aachen. „Neu denken braucht Inspiration“, sagte Oliver Grün.  Daher freue sich die digitale Kirche besonders über den Besuch des schwedischen Events in der Stadt. Auch Dieter Begaß, Fachbereichsleiter von Wirtschaft, Wissenschaft und Europa der Stadt Aachen, betonte das Interesse an neuen Innovationen aus Schweden. So seien im Bereich der Digitalisierung Schweden und auch das Baltikum ein Vorbild, weswegen der Austausch für Aachen mit diesen Ländern durchaus wichtig sei.

Durch die Digitalisierung Probleme zu lösen und Arbeitsschritte zu vereinfachen solle das Ziel der Entwicklung sein, waren sich die Diskutierenden einig. Dass dafür die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Schweden hierbei weiter gestärkt wird, um konkurrenzfähiger zu werden, passt zum Motto, das Schweden für die Hannovermesse gewählt hat: „Co-Lab: Innovate with us!“

Text und Foto: Annika Lobergh