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05.10.2018

// Das Jahrhundertgenie Ingmar Bergman:
Gottlos & Gottbegnadet

 

Es ist das größte Jubiläum einer Einzelperson in der Filmwelt. Die schwedische Regierung hat den diesjährigen 100. Geburtstag von Ingmar Bergman zur nationalen Angelegenheit erklärt, denn „der Filmemacher, Theater-Regisseur und Autor ist ein einzigartiges schwedisches Kulturerbe“.

Während des Bergman-Jahres 2018 wird überall in der ganzen Welt dem in Cannes 1997 prämierten „besten Filmregisseur aller Zeiten“ gedacht. Zum Teil mit bisher unveröffentlichten Manuskripten und Notizen aus seinem Nachlass, der zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört und aus Tausenden von Dokumenten und Briefen Bergmans besteht. Mehr als 40 Bücher über Bergman kommen allein in Schweden in diesem Jahr auf den Markt. In seiner 72jährigen Karriere schuf der arbeitsbesessene Künstler mit über 170 Theaterstücken und mit mehr als 60 Filmen ein neues Genre, als er die Tiefen der menschlichen Seele zeigte. Unter den etwa 50 Neuinszenierungen seiner Werke im Jubiläumsjahr wird es auch Remakes seines Films „Szenen einer Ehe“ geben. Tochter Eva Bergman wird den mit vier Oscar prämierten Film „Fanny und Alexander“ in ihrer persönlichen Version auf die Bühne bringen und auch das Buch „Die Unruhigen“ von Tochter Linn Ullman über die Beziehung zu ihrem Vater wird als Theaterstück inszeniert.

In seinen letzten Interviews offenbarte Bergman, dass er als Kind ein „enthusiastischer Umarmer“ war, doch „meine Mutter hat mich immer weggeschoben“. Er habe in seiner Kindheit viel geweint, denn sein Vater, ein Pastor, habe ihn oft verprügelt. Seine Kindheitserlebnisse verarbeitete Bergman ausführlich in seinen Filmen. Ihm war es wichtig, mit seinen vielfach ausgezeichneten Werken „in die Geheimnisse hinter den Wänden der Wirklichkeit einzudringen“. Er besaß dabei ein feines Ohr für die Zwischentöne, die er in seinen Filmen klar zum Ausdruck brachte. Er hatte auch keine Scheu, die Sexualität offen darzustellen, eine Tatsache, die seinem Film „Das Schweigen“ 1963 zu einem Skandalerfolg verhalf. Seine strenge religiöse Erziehung habe aus ihm einen „Gottlosen“ gemacht. In seinen Filmen thematisierte er daher oft die erfolglose Suche nach Gott.

5 Ehen, neun Kinder
Auch privat war er ein „Suchender“. Er war fünf Mal verheiratet und bekam neun Kinder. Im hohen Alter gab er zu, „familienfaul“ und selbst als Erwachsener noch „pubertär“ gewesen zu sein. Zudem kämpfte er zeitlebens mit dem Katastrophen-Dämon, „der immer davon ausging, dass alles schief läuft“, dem Angst-Dämon vor Tieren und vielen Menschen, dem Wut-Dämon, der ihn zu einem „leicht reizbaren Menschen“ gemacht habe, und dem Dämon, der sehr nachtragend war, so habe er „ein Gedächtnis wie ein Elefant besessen, der nie etwas vergisst.“ Doch zum Glück sei er nicht vom Dämon der Ideenlosigkeit heimgesucht worden, denn die Kreativität sei für ihn in seinen vielen Krisen „lebensrettend“ gewesen.

Ingmar Bergman starb 2007 im Alter von 89 Jahren auf der Insel Fårö, auf der er seit 1965 wohnte. Die Stiftung „Ingmar Bergman“ in Stockholm und das Bergmancenter auf Fårö halten sein Vermächtnis am Leben, denn – so seine einstige Lebensgefährtin Liv Ullmann, die auch in vielen seiner Filmen mitwirkte – Bergman erinnert uns scharf- und tiefsinnig daran, wer und was wir eigentlich sind.

Auf der Suche nach Ingmar Bergman
Das Jubiläum nahm die deutsche Regisseurin Margarethe von Trotta („Die bleierne Zeit“) zum Anlass, um sich dem Leben und Schaffen Bergmans dokumentarisch zu nähern und mit zeitgenössischen Filmemachern über dessen Werke zu diskutieren. Auch um die Wechselwirkung zwischen den beiden Regisseuren geht es im Dokumentarfilm „Auf der Suche nach Ingmar Bergmann“: Von Trotta beschloss, selbst Regisseurin zu werden, nachdem sie Bergmans „Das siebente Siegel“ gesehen hatte. Und Bergman bekannte einst, dass ihn von Trottas „Die bleierne Zeit“, der 1981 den Goldenen Löwen in Venedig gewann, wie kaum ein anderer Film geprägt habe. So ist ein sehr persönlicher Film entstanden mit eindrucksvollen Gesprächen, etwa  mit Liv Ullmann, mit dem Sohn Daniel Bergmann oder mit Rita Russek. Ein guter Einstieg, um die Faszination zu verstehen, die von Bergman bis heute ausgeht.

Text von Suzanne Forsström


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26.09.2018

// DAS sind die gewinner des schwedischen unternehmenspreises 2018

Die Gewinner des Schwedischen Unternehmenspreises treiben die Entwicklung voran
Schwedisches Unternehmertum verbessert das Leben in Deutschland mit neuen Dienstleistungen und Wissen. Drei schwedische Unternehmen, die auf dem größten europäischen Markt erfolgreich waren, haben die Jury des schwedischen Wirtschaftspreises in diesem Jahr beeindruckt. Dies sind die drei, die im November im Bayerischen Hof die begehrte Trophäe in München erhalten.

Die drei Preisträger des Jahres stehen für die Bereitschaft, zukunftsweisende Kommunikation voranzutreiben, kreative Lösungen in Verbindung mit skandinavischem Fingerspitzengefühl hervorzubringen und aufzuzeigen, wie kleine Unternehmen mit innovativen mobilen Lösungen das Leben von Millionen Reisenden komplett verändern können.


Große Unternehmen:
 Ericsson
Nicht weniger als die Zukunft der Kommunikation ist das Arbeitsfeld des Unternehmenspreisgewinners in der Kategorie Große Unternehmen: Ericsson, ein bekanntes Schwergewicht, das sich in Deutschland weiterhin positiv entwickelt, beeindruckt mit seinen umfassenden Forschungszusammenarbeiten mit Universitäten, Unternehmen und öffentlicher Verwaltung. Ericsson Projekte in den Bereichen 5G und Industrie 4.0, das Engagement in vernetzten Mobilitätslösungen und im Betreiben von Testanlagen belegen die Zukunftsorientierung des Unternehmens. Auch ein eigenes europäisches Forschungszentrum unterhält der Telekommunikationsriese – Standort dafür ist Deutschland, wo fleißig in das Eurolab in Aachen investiert wird.

Mittelständische Unternehmen: Hemsö
Jung und erfolgreich: Trotz seiner verhältnismäßig kurzen Zeit auf dem deutschen Markt kann die Bilanz des Gewinners in der Kategorie Mittelstand sich sehen lassen. Die ideale Nische fand Hemsö durch die Kombination von schwedischem Wissen und deutschen Bedarf. Das Unternehmen bachte sein Know-how über soziale Gebäudeverwaltung mit der deutschen Alten – und Sozialpflege zusammen und expandiert nun kräftig.  Schon heute verwaltet Hemsö Objekte in 37 deutschen Städten. In den nächsten Jahren soll diese Entwicklung weiter ausgebaut werden – auf sozialverträgliche Weise.

Newcomer: Icomera
Sie haben Millionen von deutschen Reisenden die Fahrt erleichtert: Den diesjährigen Newcomer gibt es erst seit 2016 in Deutschland und bereits jetzt beeindruckt das Göteborger IT-Unternehmen mit seiner Expansion. Innerhalb kürzester Zeit schloss Icomera Verträge mit führenden deutschen Großunternehmen ab und setzte mobile Wifi-Lösungen für u.a. die Deutsche Bahn und den FlixBus um. Die Pioniere des öffentlichen Verkehrs sorgen so in Deutschland für einen spürbaren Fortschritt in der Digitalisierung.

Im November findet die festliche Verleihung des Schwedischen Unternehmenspreises 2018 statt – der Höhepunkt des Jahres für das deutsch-schwedische Netzwerk. Treffen Sie die Gewinnerunternehmen und kommen Sie in Kontakt mit den Geschäftsspitzen schwedischer Firmen. Die Anmeldung für den Galaabend finden Sie hier:

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Schwedischer UnternehmenspreisSeit 2003 wird der Schwedische Unternehmenspreis in Deutschland vergeben. Schwedische Unternehmen, die erfolgreich in Deutschland Wurzeln geschlagen haben, haben gute Chancen auf den Preis, der in drei Kategorien vergeben wird. Finden Sie hier alle Informationen rund um Bewerbung und Verleihung, das aktuelle Programm sowie ein umfassendes Bilderarchiv der vergangenen Jahre.  Mehr