Zurück

Zukunftstag: Digitalisierung schafft neue Geschäftsfelder

Zukunftstag: Digitalisierung schafft neue Geschäftsfelder

Ende des Jahres wird es mehr Smartphones als Menschen auf der Erde geben, prognostizieren Experten. Was bedeutet das für die Wirtschaft? Diese Frage beleuchteten die vier Redner des Zukunftstags der Schwedischen Handelskammer am vergangenen Freitag in Hamburg.

Im IKEA-Haus Altona, dem ersten Innenstadt-Store weltweit, konnten die über siebzig Teilnehmer von Google, Sandvik, Icomera und IKEA erfahren, wie vier sehr verschiedene Branchen die Digitalisierung meisten.

Thorsten Hermes, Head of Strategy & Digital Innovation bei Google, stellte gleich zu Beginn klar: „Google kann die Zukunft nicht vorhersagen“. Was die Suchmaschine aber weiß, ist, dass der Begriff „digitale Transformation“ seit März 2013 rekordartig in den Suchen der Nutzer anstieg – das Thema ist brandaktuell und das branchenübergreifend.

So berichtete Dr. Niklas Kramer vom schwedischen Industrieriesen Sandvik, wie digitale Lösungen das traditionelle Business aufwerten und erleichtern. In der Bergbausparte des Unternehmens führte man mehr als 150 automatisierte Maschinen mit über 25 Systemen weltweit ein. Das Resultat: nach einer Million Betriebsstunden musste Sandvik keinen Unfall verzeichnen, der unangenehme Arbeitsplatz unter Tage wurde durch einen Schreibtisch im Kontrollraum ersetzt.

Arbeiten wollten auch vier Studenten der Göteborger Technikhochschule Chalmers, die nach Stockholm pendelten. Doch im Zug gab es kein Internet, erzählte Henrik Rinnert, Beirat, die Geschichte seiner Icomera AB. Aus der Not wurde eine digitale Geschäftsidee geboren, heute setzt Icomera die Wifi-Lösung der Deutschen Bahn um und arbeitet mit verschiedenen Transportunternehmen in der ganzen Welt zusammen.

Die Reisenden in Zügen in Deutschland und Schweden könnten sich so beispielsweise schon auf ihren Einkauf bei Ikea vorbereiten. Deren Website fungiert als Multichannel-Hub, erklärte Christian Möhring, Web Channel Manager des schwedischen Möbelhauses. Vom Schlaftyptest auf der Website bis hin zur Virtual Reality Brille in der Möbelausstellung durchzieht die Digitalisierung auch den Einzelhandel bei IKEA. Dabei sei es wichtig, Angebote zu machen, die einfach nutzbar sind und intuitiv bedienbar, stellte Möhring fest.

Genutzt werden diese mit großer Wahrscheinlichkeit: die Vorhersagen sehen in Zukunft 50 Milliarden Geräte, vom Fernseher bis zur Glühbirne, die ans Internet angeschlossen sein werden. Thorsten Hermes sah darin viele Chancen für die Wirtschaft, das Wachstum von morgen zu sichern: „Die Unternehmen, die dann erfolgreich sind, werden die sei, die einen wahrnehmbaren Nutzen mit ihren digitalen Produkten anbieten“.

Einen ausführlichen Rückblick finden Sie in der nächsten Schweden Aktuell. Eine Bildergalerie des Zukunftstag und des nachfolgenden Business Dinner finden Sie hier.