Zurück

Ehrennadel an erik forsberg verliehen

Der Junior Chamber Club vergab in diesem Jahr erstmals eine Auszeichnung für besonderes Engagement für den Nachwuchs der Schwedischen Handelskammer – die JCC-Ehrennadel. Als erster Träger der Ehrennadel wurde Erik Forsberg vom Sprachinstitut Internationella Skolorna geehrt. „Mit seiner Arbeit trägt Erik seit vielen Jahren dazu bei, zahlreiche junge Schweden nach Deutschland zu bringen. Viele seiner Kursteilnehmer bleiben dauerhaft in Deutschland und machen Karriere in deutschen und schwedischen Unternehmen, darunter auch unseren Mitgliedsunternehmen", begründete der JCC seine Entscheidung. Erfahren Sie mehr über Ehrennadelträger Erik Forsberg und seine Arbeit im Interview.

Botschafter Per Thöresson gratuliert Erik Forsberg.

Erik, was tut ihr für junge Schweden?

 „Durch unsere verschiedenen Kurse bieten wir den jungen Schweden, die zu uns kommen mehr als nur den deutschen Spracherwerb. Die Teilnehmer, die bei uns Kurse mit integriertem Praktikum machen, sammeln Arbeitserfahrung und lernen interkulturelle Kompetenz und Problemlösung. Außerdem birgt der Aufenthalt hier großes Potential für die persönliche Entwicklung. Wer merkt, dass er eine Sprache neu lernen und meistern kann, wird selbstbewusster und weiß, „Ich kann etwas schaffen“.“

 Was findest du am besten am JCC?

 „Diese Verbindung von jungen Leuten, der Mischung von Deutschen und Schweden, die Erfahrungen austauschen können. Ich kann mir vorstellen, dass junge Deutsche mehr über Schweden wissen als andersherum. Dieser unkomplizierte Treffpunkt, um etwas über die jeweiligen Länder zu lernen, ist wichtig.“

 Was ist die größte Herausforderung bei eurer Arbeit?

 „In Schweden unterschätzt man Deutschland und was für einen Einfluss die deutsche Sprache hat oder haben sollte. Wir Schweden brauchen Deutschland viel mehr als umgekehrt. Deutschland ist nicht ein deutschsprachiges Schweden. Das Zitat von Willy Brandt ist weiterhin wichtig und sehr treffend: „If I am selling to you, I speak your language. If I am buying, dann müssen Sie Deutsch sprechen.“

Wenn man etwas von den Deutschen möchte, dann muss man bescheiden auftreten und sein Interesse dadurch zeigen, dass man auf Deutsch kommuniziert.“

 Was ist die schönste Erinnerung bei ISD?

 „Es gibt nicht nur eine, da ich so viele Leute in so vielen Zusammenhängen treffe. Aber besonders schön ist es für mich, wenn ich Menschen überzeugen kann, dass Sprache interessant ist, wenn ich ein Aha-Erlebnis verursachen kann, dass ich Leute, besonders Skeptiker, mit meiner eigenen Erfahrung begeistern kann. Alles andere ist theoretisches Buchwissen, aber die eigenen Erfahrungen vermitteln zu können, ist wichtig.“

 Wie hat die Mitgliedschaft in der Schwedischen Handelskammer eure Arbeit beeinflusst?

 „Wir haben immer einen sehr guten Kontakt gehabt, eine Symbiose, wir ergänzen einander. Wir haben Praktikanten bei der Kammer platziert, an Veranstaltungen der Kammer teilgenommen und dass wir Teil des SchwedenCenters in Düsseldorf sind, kann man ziemlich gut vermarkten bei unseren Kunden. Das ist sehr, sehr wichtig. Mein Eindruck ist, dass unsere Zusammenarbeit in den letzten Jahren noch intensiviert wurde.“

 Was rätst du jungen Schweden, die sich für Deutschland interessieren?

 „Man muss verstehen: Deutschland ist nicht Schweden. Ich sage immer, man sollte die Schwedenmütze zuhause lassen. Es hilft, bescheiden zu sein, denn es gibt in Deutschland eine andere Art und Weise, die nicht unbedingt falsch oder schlechter sind. Und natürlich die Sprache zu lernen – das darf man nicht unterschätzen.“