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// Klara Nordin:
Deutsche Krimis aus Lappland

// Hiltrud Baier alias Klara Nordin hat ihren zweiten Krimi veröffentlicht

Hiltrud Baier wurde 1960 in Heilbronn geboren. 2001 wanderte sie nach Schweden aus und lebt seit einigen Jahren im schwedischen Lappland. Sie ist als Studienleiterin für die „Schule des Schreibens“ in Hamburg tätig und leitet in Deutschland regelmäßig Schreibkurse. Zuvor studierte sie Germanistik und Päda-gogik in Tübingen und arbeitete viele Jahre in verschiedenen Verlagen. „Totenleuchten“, der erste Band ihrer Lappland-Krimireihe, wurde 2014 bei Kiepenheuer & Witsch publiziert. Soeben ist ihr  zweiter Lapplandkrimi „Septemberschuld“ erschienen.

2001 bist Du aus Deutschland nach Schweden umgezogen und wohnst seit einigen Jahren im schwedischen Lappland. Warum?  Es ist die Landschaft, die mich anzieht, die fantastische Natur und die Ruhe, die ich hier zum Schreiben finde. Zudem finde ich die Kultur der Samen sehr spannend.

Du schreibst unter dem Pseudonym Klara Nordin, kannst Du etwas  über den Namen erzählen?  
Klara ist mein zweiter Vorname, Nordin – erinnert an Norden. Ich finde, der Name passt sehr gut zu meinen Lappland-Krimis.  
Die Krimis spielen in Jokkmokk, warum hast Du diesen Schauplatz gewählt?
Ich möchte gerne über die Samen erzählen, über ihr Leben, über ihre Arbeit, über ihre Schwierigkeiten, die sie in der – in meinem Fall – schwedischen Gesellschaft haben. Und ich möchte dies so spannend wie möglich erzählen. Krimis sind deshalb dafür sehr gut geeignet.

Im September wurde Dein zweiter Lappland-Krimi „Septemberschuld“ veröffentlicht, worum geht es da?
Mein Krimi spielt Mitte September. Lappland leuchtet in den kräftigen Farben des Herbstes. Es ist die Zeit, in der die Samen ihre Rentiere zusammentreiben und die Tiere schlachten, als plötzlich die Leiche einer Ärztin gefunden wird. Sie wurde mit einer Bolzenschusspistole getötet. Kommissarin Linda Lundin und ihre beiden Kollegen aus Jokkmokk tappen lange Zeit im Dunkeln, bis klar wird, dass der Mord mit einem lange zurückliegenden Geheimnis zu tun hat.

Die Krimireihe wird in einem samischen Milieu gestaltet, wie sieht denn die Situation der Samen heute aus?
Nur noch wenige Samen können von der Rentierzucht leben. Staudämme und Eisenerzgruben erschweren zudem die Rentierzucht. Das Leben der Samen wird ständig durch Eingriffe in die Natur oder durch staatliche Zwänge in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe die Befürchtung, dass es nur noch ein paar Jahrzehnte dauern wird, bis die Samen keine Möglichkeit mehr haben, Rentierzucht zu betreiben.

Mal ganz direkt gefragt: Kannst Du vom Schreiben leben?
Ich bin Studienleiterin für eine Schreibschule in Deutschland und Autorin und kann von meiner Arbeit leben.

Die Bücher wurden vom renommierten Kiwi-Verlag veröffentlicht, wie ist die Zusammenarbeit mit denen zustande gekommen?
Kiepenheuer & Witsch ist ein bekannter Verlag, der großartige Autoren wie Uwe Timm, Julian Barnes oder Ernesto Che Guevara im Programm hat. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag verlief sehr gut und ich bin sehr stolz darauf, bei einem so bedeutenden Verlag veröffentlichen zu dürfen.

Warum glaubst Du, dass „Schwedenkrimis” in Deutschland so populär sind?
Schwedenkrimis sind spannend, sie bringen gesellschaftliche Probleme auf den Punkt und, was das wichtigste für ein deutsches Publikum ist: Sie spielen in Schweden. Schweden ist für viele Deutsche immer noch das Land ihrer Träume. Eine groß- artige, unberührte Natur, gemütliche Häuser, offene, freundliche  Menschen … - das sind zwar Klischees, aber an diesen Klischees halten viele Leser gerne fest.

Und hast Du selbst einen Lieblingsverfasser?  
Von den schwedischen Krimiautorinnen mag ich Åsa Larsson am liebsten. Ich finde ihre Thriller ausgezeichnet.
Hiltrud Baier wurde 1960 in Heilbronn geboren. 2001 wanderte sie nach Schweden aus und lebt seit einigen Jahren im schwedischen Lappland. Sie ist als Studienleiterin für die „Schule des Schreibens“ in Hamburg tätig und leitet in Deutschland regelmäßig Schreibkurse. Zuvor studierte sie Germanistik und Päda-gogik in Tübingen und arbeitete viele Jahre in verschiedenen Verlagen. „Totenleuchten“, der erste Band ihrer Lappland-Krimireihe, wurde 2014 bei Kiepenheuer & Witsch publiziert. Soeben ist ihr  zweiter Lapplandkrimi „Septemberschuld“ erschienen.

2001 bist Du aus Deutschland nach Schweden umgezogen und wohnst seit einigen Jahren im schwedischen Lappland. Warum?  Es ist die Landschaft, die mich anzieht, die fantastische Natur und die Ruhe, die ich hier zum Schreiben finde. Zudem finde ich die Kultur der Samen sehr spannend.

Du schreibst unter dem Pseudonym Klara Nordin, kannst Du etwas  über den Namen erzählen?  
Klara ist mein zweiter Vorname, Nordin – erinnert an Norden. Ich finde, der Name passt sehr gut zu meinen Lappland-Krimis.  
Die Krimis spielen in Jokkmokk, warum hast Du diesen Schauplatz gewählt?
Ich möchte gerne über die Samen erzählen, über ihr Leben, über ihre Arbeit, über ihre Schwierigkeiten, die sie in der – in meinem Fall – schwedischen Gesellschaft haben. Und ich möchte dies so spannend wie möglich erzählen. Krimis sind deshalb dafür sehr gut geeignet.

Im September wurde Dein zweiter Lappland-Krimi „Septemberschuld“ veröffentlicht, worum geht es da?
Mein Krimi spielt Mitte September. Lappland leuchtet in den kräftigen Farben des Herbstes. Es ist die Zeit, in der die Samen ihre Rentiere zusammentreiben und die Tiere schlachten, als plötzlich die Leiche einer Ärztin gefunden wird. Sie wurde mit einer Bolzenschusspistole getötet. Kommissarin Linda Lundin und ihre beiden Kollegen aus Jokkmokk tappen lange Zeit im Dunkeln, bis klar wird, dass der Mord mit einem lange zurückliegenden Geheimnis zu tun hat.

Die Krimireihe wird in einem samischen Milieu gestaltet, wie sieht denn die Situation der Samen heute aus?
Nur noch wenige Samen können von der Rentierzucht leben. Staudämme und Eisenerzgruben erschweren zudem die Rentierzucht. Das Leben der Samen wird ständig durch Eingriffe in die Natur oder durch staatliche Zwänge in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe die Befürchtung, dass es nur noch ein paar Jahrzehnte dauern wird, bis die Samen keine Möglichkeit mehr haben, Rentierzucht zu betreiben.

Mal ganz direkt gefragt: Kannst Du vom Schreiben leben?
Ich bin Studienleiterin für eine Schreibschule in Deutschland und Autorin und kann von meiner Arbeit leben.

Die Bücher wurden vom renommierten Kiwi-Verlag veröffentlicht, wie ist die Zusammenarbeit mit denen zustande gekommen?
Kiepenheuer & Witsch ist ein bekannter Verlag, der großartige Autoren wie Uwe Timm, Julian Barnes oder Ernesto Che Guevara im Programm hat. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag verlief sehr gut und ich bin sehr stolz darauf, bei einem so bedeutenden Verlag veröffentlichen zu dürfen.

Warum glaubst Du, dass „Schwedenkrimis” in Deutschland so populär sind?
Schwedenkrimis sind spannend, sie bringen gesellschaftliche Probleme auf den Punkt und, was das wichtigste für ein deutsches Publikum ist: Sie spielen in Schweden. Schweden ist für viele Deutsche immer noch das Land ihrer Träume. Eine groß- artige, unberührte Natur, gemütliche Häuser, offene, freundliche  Menschen … - das sind zwar Klischees, aber an diesen Klischees halten viele Leser gerne fest.

Und hast Du selbst einen Lieblingsverfasser?  
Von den schwedischen Krimiautorinnen mag ich Åsa Larsson am liebsten. Ich finde ihre Thriller ausgezeichnet.